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08.07.2026

Bayern schießt eigene Satelliten ins All

Der Freistaat Bayern hat am 7. Juli erstmals eigene Satelliten erfolgreich in den Weltraum bringen lassen.Sie haben bereits erste Signale geschickt und werden nach dem Erreichen ihrer Umlaufbahn ab 2027 hochaktuelle und überregionale Bilder Bayerns für Landwirtschaft, Verkehr, Gewässerbeobachtung und Klimaforschung liefern.

Dadurch helfen sie bei der Früherkennung von Waldschäden (z.B. Borkenkäferbefall), der Gewässer- und Hochwasserbeobachtung sowie bei Vermessungsaufgaben.

Sehr erfreulich ist außerdem, dass die Minisatelliten alle in Bayern gebaut wurden, am  Zentrum für Telematik in Würzburg. Das heißt, dass die Wertschöpfung fast vollständig in Bayern bleibt. Die Satelliten wiegen jeweils rund 10 bis 15 Kilogramm und überfliegen den Freistaat regelmäßig. Dabei fotografieren sie alle drei Tage einen etwa 80 Kilometer breiten Streifen Bayerns mit einer Bodenauflösung von ca. 4 Metern.

Ziel: Unabhängigkeit von kommerziellen Datenanbietern

Ziel des Freistaats ist es, sich mit diesen und mit weiteren eigenen Satelliten unabhängig von kommerziellen Datenanbietern zu machen. Der Freistaat hat Zugriff auf die gesamte Prozesskette von den Rohdaten über die KI-gestützte Prozessierung bis zu den veredelten Produkten. Er erlangt damit eine eigene, souveräne und hochaktuelle Fernerkundungsfähigkeit.