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10.01.2024

+++ Die gute Nachricht des Monats +++

Neuer Rekord: Erstmals über die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien hat im Jahr 2023 in Deutschland einen neuen Rekord erreicht und lag erstmals bei mehr als der Hälfte. Das geht aus Hochrechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.



52 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien

2023 entfielen 52 Prozent des Bruttostromverbrauchs auf Erneuerbare Energien -  5 Prozent mehr als 2022. Auf besonders hohe Anteile kamen die Erneuerbaren im Juli (59 Prozent), Mai (57 Prozent) sowie Oktober und November (jeweils 55 Prozent).  Auch insgesamt wurde mit 267 Milliarden Kilowattstunden so viel Strom klimaneutral erzeugt wie noch nie zuvor.

Ausbau der Solarenergie läuft auf Hochtouren

Auch beim Ausbau der Solarenergie war 2023 ein Rekordjahr. 2023 wurden 12 Gigawatt Solarenergie neu zugebaut - 84 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Und noch nie sind in einem Jahr auch so viele Anlagen installiert worden. Im Juni hat die Stromerzeugung aus Sonnenlicht mit 9,8 Milliarden Kilowattstunden einen neuen Allzeit-Rekord erreicht.

Windenergie an Land erzielte mit 113,5 Milliarden Kilowattstunden einen neuen Jahresrekord. Die Zahl der Neugenehmigungen lag 2023 den Angaben zufolge 73 Prozent über dem Vorjahreswert.

Stromverbrauch in Deutschland gesunken

Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr gesunken. ZSW und BDEW gehen davon aus, dass der gesamte Verbrauch des Jahres 2023 bei 517 Milliarden Kilowattstunden liegen wird. Im Jahr 2022 waren es noch 540 Milliarden Kilowattstunden. Wenn weniger Strom verbraucht wird, muss auch weniger produziert werden - was vor allem Kohle- und Gaskraftwerke trifft, weil sie höhere Erzeugungskosten haben als Erneuerbare. Der Anteil von Wind und Solar steigt bei sinkendem Stromverbrauch also gewissermaßen automatisch an.

Ursache sind vor allem Einsparungen bei Wirtschaft und Privatverbrauchern nach der russischen Invasion der Ukraine sowie der Auftragsrückgang in energieintensiven Branchen wie der Chemieindustrie.